Doppelerfolg für Clara Schneider beim Grand Prix in Cottbus
Cottbus. Emma Finucane, Emma Hinze, Wai-Sze Lee oder natürlich auch Kristina Vogel: Die Namen der prominenten Gewinnerinnen beim Großen Preis von Deutschland ließe sich noch fortsetzen. Jetzt gehört auch Clara Schneider zu diesem illustren Kreis. Die 22-Jährige feierte acht Wochen nach ihrem Doppelerfolg bei den U-23-Europameisterschaften (Sprint, Keirin) an gleicher Stelle auch einen Doppelerfolg beim C1-Rennen in Cottbus.
Schneider siegte am Freitagabend bei der 35. Auflage des Großen Preis von Deutschland im Sprint vor Anastasia Kuniß (RSV Speiche Leipzig) und Lara-Sophie Jäger (Sprintteam Rheinland-Pfalz). Einen Tag später gab es das gleiche Podium nach dem Finallauf im Keirin. „Natürlich war der Grand Prix in diesem Jahr nicht so stark besetzt. Mann kann immer nur gegen die gewinnen, die auch da sind – und das hat Clara überzeugend getan“, sagte Bundesstützpunktleiter und TTB-Teamchef Detlef Uibel.
Bei den Männern setzte sich im Sprint-Turnier Pete-Collin Flemming durch. Im Finale besiegte er Lusa Nissel 2:0. Flemming, ehemaliger Junioren-Weltmeister, hatte sich schon vor einigen Wochen in Büttgen die deutsche Meisterschaft gesichert. Dritter wurde Jacob Vogt aus Thüringen. Im Keirin siegte Ex-Meister Luca Nissel von Theo Fischer (Bahnrad-Team Mecklenburg-Vorpommern) und Jacob Vogt.
Trotz der Absage vielen Nationen und der Abwesenheit der deutschen Nationalmannschaftfahrerinnen und -fahrer um Lea Friedrich und Luca Spiegel (Bahnteam Rheinland-Pfalz) waren rund 100 Sportlerinnen und Sportler aus sechs Nationen am Start. Brandenburgs Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke (SPD) die Gelegenheit, den erfolgreichen Nachwuchsathletinnen des RSC Cottbus persönlich zu gratulieren, die kürzlich bei EM in Cottbus und WM in Belgien wieder Medaillen eingefahren hatten, darunter Silber im Teamsprint.
