Clara Schneider & Co. holen zum Auftakt der WM Bronze im Teamsprint
Shanghai. „Eigentlich fühlt sich die Bronzemedaille wie eine Goldmedaille an“, jubelte und freute sich Clara Schneider aus dem Track Team Brandenburg. Zusammen mit ihren Teamkolleginnen Lea Sophie Friedrich und Pauline Grabosch hat Schneider zum Auftakt der Bahnrad-Weltmeisterschaften in Shanghai/China die Bronzemedaille im Teamsprint gewonnen. Im kleinen Finale siegte Deutschland gegen die Neutralen Athletinnen. Weltmeister wurde erstmals seit 2015 wieder China nach einem Finalsieg gegen Großbritannien.
„Wir sind hier ohne große Erwartungen reingegangen, weil wir einfach nicht wussten, wie wir uns momentan weltweit einordnen können. Deswegen können wir superstolz sein und sind unglaublich glücklich, Bronze mit nach Hause zu nehmen“, freute sich Clara Schneider. Für die 22-Jährige, die im Sommer bei den U23-Europameisterschaften In Cottbus mit Gold in Sprint und Keirin brilliert hatte, war es die erste WM-Medaille im Elite-Bereich. 2024 in Kopenhagen hatte sie als Vierte knapp eine Medaille verpasst, im Vorjahr in Chile belegte das deutsche Teamsprint-Trio Platz fünf. „Druck habe ich eher von mir selber verspürt. Am Ende ist es eine Teamleistung. Lea und Pauline standen hinter mir und haben es am Ende einfach auf die Bahn gebracht“, resümierte Schneider.
Schon in der Qualifikation fuhren Schneider aus Position eins, Lea Sophie Friedrich und Pauline Grabosch die drittschnellste Zeit und bestätigten ihre Leistung im Halbfinale. Dort setzten sie sich gegen die Niederlande durch und erreichten das Kleine Finale um Bronze. In dem Rennen gegen die neutralen Athletinnen lag das deutsche Trio zunächst zurück, doch Grabosch konnte sich und ihren Teamkolleginnen mit einer starken Schlussrunde die Bronzemedaille sichern. „Mit Bronze sind wir sehr zufrieden und lässt uns positiv auf die weiteren Wettbewerbe blicken. Auf der Position eins ist Clara im Vergleich mit China und Großbritannien leider noch etwas zu langsam, aber Lea hat dann super übergeben und Pauline war als Schlussfahrerin wieder saustark. Sie hat im Finale sogar die schnellste Zeit auf ihrer Position gefahren“, erklärte Bundestrainer Jan van Eijden.
Die deutschen Teamsprint-Männer schieden nach der Qualifikation aus und belegten den neunten Platz. Nik Schröter konnte als Anfahrer aber überzeugen. „Nik ist sehr stark angefahren. Weit weg sind wir nicht, denn zu Platz sechs fehlte weniger als eine halbe Zehntelsekunde“, bilanzierte Bundestrainer Jan van Eijden. Maximilian Dörnbach kam nicht zum Einsatz.
